Projekt

Vorgeschichte

In Endingen und Lengnau kümmern sich seit vielen Jahren verschiedene Institutionen und Akteure um den Erhalt der zahlreichen historischen Bauten, religiösen und kulturellen Gegenstände jüdischer Herkunft. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Aargauer Publizist Roy Oppenheim. Auf eine seiner Initiativen geht beispielsweise der 2009 durch die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss eröffnete Jüdische Kulturweg zurück (Flyer Kulturweg). Dieser erläutert auf einem Rundgang mit 15 Stationen die Geschichte des jüdisch-christlichen Zusammenlebens. Als 2013 das Haus der ehemaligen Matze-Bäckerei in Lengnau trotz verschiedenster Vorstösse abgerissen und durch ein neues Wohnhaus ersetzt wurde, führte dies zu einer breiten Diskussion über den Umgang mit der einzigartigen jüdisch-christlichen Geschichte. Ein runder Tisch mit dem Kanton Aargau, den Gemeinden Endingen und Lengnau sowie lokalen Organisationen beschloss, die Aufarbeitung und Sichtbarmachung der Geschichte voranzutreiben. Daraus hervorgegangen ist das Vermittlungskonzept Doppeltür. Es wurde in einem Projektteam und mit dem Büro imRaum, Baden, ausgearbeitet. Ein Gremium renommierter Fachleute (Sounding Board) analysierte das Konzept und bescheinigte ihm grosses Potenzial.

Vereinsgründung

Als Grundlage für die Umsetzung des Vermittlungskonzepts wurde 2016 der Verein Doppeltür gegründet. Ziel ist es, Einblicke in die aussergewöhnliche Geschichte des Surbtals zu ermöglichen und gleichzeitig Anknüpfungspunkte zu aktuellen Gesellschaftsthemen wie Respekt, Migration und Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft zu bieten. Mit den neuesten Methoden der Vermittlung sollen Menschen aller Generationen angesprochen werden.

Weitere Meilensteine

Der Verein kaufte 2019 ein dreistöckiges Doppeltürhaus im Dorfkern von Lengnau. Dieses wird nun zum künftigen Begegnungszentrum ausgebaut und als Ort des Dialogs in Form von Veranstaltungen und Workshops dienen. 2020 wurden ein detailliertes Vermittlungs- und Ausstellungskonzept erarbeitet sowie ein architektonisches Vorprojekt lanciert. Für die Realisierung des Projekts Doppeltür ist 2021 die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung geplant. Der Verein wird dann die Rolle der operativen Betriebsgesellschaft übernehmen. Das Begegnungszentrum soll 2024 seine Türen für ein breites Publikum öffnen. Eine wichtige Zielgruppe sind dabei auch die Schulen. Das entsprechende Angebot wird sich am Lehrplan 21 orientieren und unter Einbezug weiterer Bildungsinstitutionen und -Fachleute erarbeitet.

Phasenplan 2021 bis 2024

Vorprojekt Bau / Wettbewerb Szenografie / Fundraising

  • Ausstellungs- und Vermittlungskonzept: Projektorganisation / Projektausarbeitung
  • Schulmodul: Masterplan und Milestones / Projektorganisation / Projektstart
  • Liegenschaft: Absprache mit Denkmalpflege und Behörden / Vorprojekt abgeschlossen (3. Quartal) / Start Bauprojekt / Detailstudien / Kostenvoranschlag
  • Fundraising für Ausbau, Ausstellung und Schulmodul
  • Stiftungsgründung

Bauprojekt / Ausstellungskonzept / Schulkonzept

  • Eingabe Baugesuch (1. Quartal), Baubewilligungsprozess, Submissionen, Start Ausführungsprojekt (4. Quartal)
  • Kuratorium / Abschluss Recherchen / Szenografie-Konzept
  • Schulkonzept
  • Erarbeitung Betriebsorganisation und Betriebskonzept (inkl. Marketingkonzept)

Realisierung

  • Realisierung Bau (Baustart 1. Quartal)
  • Realisierung Ausbau / Ausstellung (3. Quartal)
  • Vorbereitung Betriebsorganisation / Rekrutierung Leitung Betrieb

Fertigstellung / Betriebsvorbereitung / Eröffnung

  • Rekrutierung Mitarbeitende Betrieb
  • Fertigstellung Bau / Inbetriebnahme Zentrum Doppeltür
  • Offizielle Eröffnung (2. Quartal)

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Projektdossier Deutsch
(August 2021)
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(August 2021)
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Projektdossier Französisch
(Août 2021)
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Adresse

Verein Doppeltür

Würenlingerstrasse 11

5304 Endingen

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+41 56 521 78 00

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Abbildungen

Roy Oppenheim, Archiv für Zeitgeschichte, Jürg Schönenberger, Susanne Holthuizen, IRAS COTIS (Karim Fawaz), Wiki Commons, Museum Aargau, Swissair.